Hallo liebe Blog und Kaffee/Espresso Freunde!
Heute erzähle ich Euch über die Verbindung von Kaffee und Musik, über die Kaffee-Kantate von Johann Sebastian Bach.
In Nord-Deutschland, in Brandenburg machte ein holländischer Arzt den Kaffee im 17. Jahrhundert bekannt. 1675 kannte man Kaffee bereits am Hofe von Friedrich Wilhelm I. in Berlin, doch wurde hier erst 1721 das erste Kaffeehaus errichtet. In Hamburg entstand 1687 ein Kaffeehaus, das von einem Engländer gegründet wurde, in Regensburg 1686, in Leipzig 1694, in Bremen 1697. Schon am Anfang des 18. Jahrhunderts stolzierte Leipzig mit 8 und Berlin mit 10 Kaffehäuser, aber das Kaffeetrinken war das Privilegium der Aristokratie zu dieser Zeit.
Hintergrundinformationen zum Werk „Schweigt stille, plaudert nicht!“:
Johann Sebastian Bach (1685-1750) besuchte über zwei Jahrzehnte lang zweimal in der Woche das Zimmermannsche Kaffeehaus in der Leipziger Katharinenstraße. Seine Kaffeekantate gilt als Höhepunkt der sächsischen Kaffeehausmusik des 18. Jahrhunderts. Diese weltliche Kantate entstand in 1734 in Leipzig. Das Kaffeetrinken war zur Zeit in Mode gekommen und in Sachsen schossen die Kaffeehäuser wie Pilze aus dem Boden. Erlaubt war den Kaffeegenuss nur den Männern, aber die Frauen waren nicht geneigt, sich ausschließen zu lassen. Den daraus entstehenden Konflikten hat der Komponist sich nicht verschlossen und ein kleines Drama in Noten gesetzt.
Die Personen in der Kantate sind: Herr Schlendrian, ein gestrengter Familienvater, Lieschen, seine koffeinsüchtige Tochter und der Erzähler, Kaffeehaus-Moderator. Der Vater versucht mit wütenden Drohungen seiner Tochter Liesgen (Sopran) die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen; erst als er ihr die Erlaubnis zur Heirat in Aussicht stellt, lenkt die eigenwillige Tochter ein, lässt aber heimlich verbreiten, dass sie nur einen Mann akzeptiert, der ihr auch in der Ehe jederzeit das Kaffeetrinken gestattet. Der wahrscheinlich bekannteste Satz ist Liesgens von der Traversflöte begleitete Arie:
„Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
Milder als Muskatenwein.
Coffee, Coffee muss ich haben,
Und wenn jemand mich will laben,
Ach, so schenkt mir Coffee ein!“
Die Beliebtheit der Kaffe-Kantate hat bis heute angehalten. Ich hoffe Ihr habt Lust das Werk kennen zu lernen. Viel Spaß!

Verfasst von NERONERO
Geografisch gesehen ist die TIERRA Initiative tätig in den Ländern: Honduras, Kolumbien und Peru, in denen es zusammengenommen circa 165 Kaffee-Farmen gibt. Die Ziele des Projekts sind die Arbeitsbedingungen der beteiligten Arbeitskräfte, der Kaffeebauern, sowie die Gesamtqualität des Produktes zu verbessern und dabei die Umwelt dieser Region zu erhalten und zu schützen. Um dies zu erreichen ist es notwendig ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig zu Denken und zu Handeln. Man arbeitet Hand in Hand mit der lokalen Bevölkerung und den Kaffeebauern zur Umsetzung der gesteckten Ziele. Ergebnisse der Arbeit die durch die Initiative bisher geleistet wurde sind der Bau einer Trocknungs- und Röstanlage für grüne Kaffeebohnen, sowie der Bau bzw. die Renovierung von Häusern, Schulen und Krankenhäusern. Der Lohn der unternommenen Anstrengungen war die offizielle Auszeichnung der Projekt-Farmen durch die Rainforest alliance im Jahr 2005.
Verfasst von NERONERO 