Coffee facts Teil 3 – Koffein, der heimliche Herrscher

2. April 2009

Mit Sicherheit der wichtigste Faktor für ein funktionierendes Wirtschafts-System: Mitarbeiter die wach, aktiv und konzentriert sind. Wie erreicht man dieses Ziel? Durch Kaffee-Konsum :-) Deshalb vorab mein Rat an alle Chefs da draussen, kauft eine Kaffeemaschine (z.B. Lavazza BLUE oder Espresso Point Kapsel-Systeme) und versorgt Eure Mitarbeiter mit Treibstoff!!!

Aber bitte nicht Missverstehen, Koffein funktioniert im Grunde nicht wie ein Treibstoff, sondern eher wie ein Blockier-System für Müdigkeit. Wie was wo? Hier die Erklärung im Detail:

Wenn wir morgens Aufstehen sind wir in der Regel erholt und ausgeruht durch den Schlaf. Natürlich ist dies auch abhängig von der Schlafdauer und etwaigem vorhergehenden Alkoholkonsum ;-) Nun wie dem auch sei, wir sind also wach und bereit in den Tag zu starten. Im Laufe des Tages werden wir aber zunhemend müder, ein Botenstoff ist dafür verantwortlich der Adenosin genannt wird und an Rezeptoren im Gehirn andockt. Nehmen wir koffeinhaltige Substanzen zu uns, wirkt das enthaltene Koffein wie eine Blockade. Es setzt sich anstatt des Adenosins auf die Rezeptoren und blockiert damit die Andockstelle. Somit kann die ermüdende Wirkung nicht eintreten und dies ist auch die Erklärung warum Kaffee eigentlich nicht wach macht sondern wach hält!

Überrascht? :-) Nunja, an der wachmachenden Wirkung des morgendlichen Kaffees ist auch etwas dran. Zum einen der individuelle psychologische Effekt (wenn ich das trinke bin ich wach) und dann noch die allgemein anregende Wirkung des Koffeins. Alle Effekte im Überblick hier kurz aufgelistet:

koffein
Chemische Formel des Koffeins
  • Blutdruck und Puls erhöhen sich: Leistungsfähigkeit steigt
  • Bronchialerweiterung: erleichtert Atmung
  • Anregend auf das Zentralnervensystem: Gehirnleistung steigt
  • Gesteigerter Harndrang: Allerdings erst ab einer Menge von 400mg (3 bis 4 Tassen)
  • Regt Verdauung an: Verdauungsförderliche Wirkung und deshalb auch gut nach einer Mahlzeit zu genießen!

Insgesamt gesehen sehr positive Auswirkungen, die nach dem Genuss einer Tasse Lavazza BLUE Espresso oder Espresso Point in meinem Körper stattfinden. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, das der Genuss von Kaffee und des enthaltenen Koffeins auch negative Auswirkungen haben kann. Hat jemand bereits erhöhten Blutdruck sollte er nur geringe Dosen Kaffee oder besser entkoffeinierten Kaffee trinken. Und zu viel Kaffee im Allgemeinen ist selbstverständlich auch nicht gut. Alles in Maßen genießen, denn die Dosis macht das Gift ;-) Genauso wie man sich auch mit Wasser zu Tode trinken kann :-) In diesem Sinne: Auf bald, bis zum nächsten Post!


Coffee facts Teil 2 – Was schwimmt denn da in meinem Kaffee?

1. April 2009

Ein weiteres mal herzlich willkommen auf dem Lavazza Kapseln-Kaffeeblog :-)

Was ist in der Tasse?
Was ist in der Tasse?

Ich hoffe Eure Woche verläuft gut, nun haben wir ja endlich die Mitte erreicht und das Wochenende ist auch nicht mehr fern.

Mit der Macht des braunen Aufputsch-Saftes werden wir es auch noch bis zum Freitag aushalten!

Aber was putscht uns eigentlich auf? Was macht uns wach und aktiv und was steckt sonst noch so alles darin? Fragen auf die wir heute teilweise Antworten finden werden ;-)

Zunächste einmal halten wir fest, es stecken folgende Nährstoffgruppen in der Kaffeebohne und dadurch später auch in unserem Kaffee:

  • Wasser
  • Kohlenhydrate: nicht im Kaffee, bleibt im Kaffeesatz
  • Eiweiß: ebenfalls nicht im Kaffee in der Tasse anzutreffen
  • Fette: schwer wasserlöslich, deshalb kaum im Kaffee
  • Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor – gehen fast komplett in das mit über
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Maßgeblich den Geschmack beeinflussende Stoffe, wie Koffein und diverse Säuren

Wasser, Kohlenhydrate und Fette gehören zu den Makronährstoffen, Nährstoffe auf die wir dringend zum Überleben angewiesen sind und die wir in größeren Mengen aufnehmen müssen. Mineralstoffe gehören zu den Mikronährstoffen, ebenfalls essentiel für den menschlichen Körper, aber eben in kleineren Mengen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Vielzahl verschiedenster Substanzen wie Aromen, Farbstoffe, Säuren und Alkaloide die alle unterschiedliche Wirkungen haben, Koffein ist einer davon.

Wie bereits geschrieben spielen die meisten der Inhaltsstoffe der Kaffeebohne für den Kaffee in der Tasse eigentlich keine Rolle. Bei der Zubereitung als Filterkaffee oder mit einer Lavazza BLUE oder Espresso Point Kapsel-Kaffeemaschine wird nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Makronährstoffe aus dem Kaffeepulver frei.

Koffein ist mit Sicherheit für die meisten Kaffeefreunde der wichtigste Inhaltsstoff, deswegen betrachten wir dessen Wirkung im Detail und zwar in dem nächsten Artikel :-)


Coffee facts Teil 1 – Von der Plantage in die Tasse

31. März 2009

In unserer neuen Serie coffee facts möchte ich Euch einige interessante Informationen rund um das Kaffee-Thema bieten die alle auf (hoffentlich) abgesicherten wisenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Im Gegensatz zu der Serie coffee legends geht es hier als um Fakten Fakten Fakten. Ich bemühe mich aber diese nur so trocken wie nötig und so lebendig wie möglich zu halten ;-)

Im ersten Teil stehen wir selbstverständlich – am Anfang :-) Das heisst zunächst beschäftigt uns die Herkunft der Kaffeebohne und der Verarbeitungsprozess. Welche unterschiedlichen Kaffeepflanzen gibt es? Verschiedene Aufbereitungsarten? Alles das Gleiche oder gibt es Unterschiede? Bringen wir ein wenig Licht ins dunkel und starten drt wo alles seinen Anfang nimmt, auf der Kaffee-Plantage…

Hier wachsen und gedeihen in der Hauptsache die kultivierten Kaffee-Pflanzen Arabica und Robusta. Die Früchte die an ihnen wachsen sind kleine Kirschen. Sie enthalten jeweils 2 bis 3 Kerne, bzw.  Samen, die Kaffeebohnen.

Allein die Art der Kaffeebohne hat bereits einen großen Einfluss auf die sensorischen  Eigenschaften und Inhaltsstoffe des späteren Kaffee-Produkts. Geschmack, Geruch, Farbe, Koffeingehalt, Säuregehalt – alles Faktoren die von der Bohne (und selbstverständlich auch von der Weiterverbeitung) abhängen. Es existieren ca. 90 verschiedene kultivierte Kaffee-Pflanzen, von denen Arabica und Robusta allerdings die am weitesten verbreiteten sind.

Die der Ernte folgenden Aufbereitungsprozesse der Kaffeekirschen beeinflussen maßgeblich die spätere Qualität des Kaffeegetränks. Es lassen sich dabei 3 der Röstung vorgeschaltete Aufbereitungsverfahren unterscheiden:

1. Trockenaufbereitung: Die Früchte werden ausgebreitet und getrocknet. Nach 3 bis 5 Wochen werden Fleisch und Schale von der Frucht mechanisch entfernt. Ergibt Kaffee niedrigerer Qualität.

2. Halbtrockene Aufbereitung: Die Kaffeekirshcen werden gewaschen und das Fleisch noch im feuchten Zustand „abgequetscht“. Danach folgt der gleiche Arbeitsgang wie bei der Trockenaufbereitung. Ergibt Kaffee mittlerer Qualität.

3. Nassaufbereitung: In einem Zeitfenster von 12 bis 24 Stunden nach der Ernte der Kaffeekirschen werden diese in vorher gereinigtes/aufberetetes Wasser gegeben und Fleisch und „Pulp“ werden „abgequetscht“. Danach werden sie in Fermentationsbehälter gegeben in denen während des 12 bis 36 Stunden andauernden Gär-Prozesses der die Kaffeebohne noch umgebende Schleim mikrobiell abgebaut wird. Danach erfolgt eine schonende Trocknung der Bohnen an Sonnenlicht/Luft und wenn nötig unter zu Hilfenahme von Heissluft. Diese sehr ressourcenintensive und zeitaufwendige Methode der Aufbereitung ergibt Kaffee höchster Qualität. Die Kaffeefrüchte für den Lavazza BLUE Kapsel Kaffee TIERRA werden zum Beispiel auf diese Weise aufbereitet und sorgen damit für ein Spitzenprodukt von unerreicht hoher Güte :-)

Im Anschluss an die Trocknung wird das noch vorhandene „Pergamenthäutchen“ von der Bohne entfernt und die Kaffeebohnen von letzten Verunreinigungen befreit. Es folgt nun die Röstung der Bohne, bei der bereits der wohlig angenehme Kaffee-Duft entsteht den wir alle so lieben und schätzen. Da läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen. ;-)

Im Wesentlichen unterscheiden sich die anschließenden Röst-Prozesse in ihrer Rösttemperatur und der Röstdauer. Allgemein lässt sich sagen, je höher die Temperatur und je kürzer die Röstdauer, desto schlechter das Ergebnis. Beispielsweise bei  einer Röstdauer von 2 Minuten bei einer Temperatur von 500°C wird der aus der Bohne gewonnene Kaffee später viele Bitterstoffe enthalten und nur mit viel Milch&Zucker genießbar sein. Die zeitaufwendigere Röstung bei niedrigeren Temperaturen sorgt für ein besseres Ergebnis, einen vollmundigen und  milden Kaffee-Genuss.

Dies fasst in groben Zügen den Weg der Bohne bis zur Tasse zusammen und gibt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen.  Da ich gerade Biterstoffe erwähnt habe: in dem nächsten Teil erzähle ich etwas über die Inhaltsstoffe von Kaffee und ihre Auswirkung auf die sensorischen Eigenschaften sowie ihren Einfluss auf unsere Gesundheit. Bis dahin viel Freude an dem braunen Elixier des Lebens und gut Schluck :-)